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Die Heilkraft des Honigs

Honig - Foto: WP-User: Waugsberg - GNU-FDL
Foto: Wikipedia-User: Waugsberg - GFDL
Es scheint, als habe der Mensch schon immer versucht, sich sein bitteres Los auf dem Wege über die Geschmacksnerven zu „versüßen“. Bereits in der Steinzeit nutzten die Menschen den Honig als Süßungsmittel. Heute kennt man mehr als 180 verschiedene Substanzen, die den Honig so besonders machen.
Wir lieben den Honig wegen seines guten Geschmacks und weil er bei Erkältungen wirkt. Honig schmeckt dabei nicht nur süß, sondern bietet vor allem noch einen hohen gesundheitlichen Nutzen, den die Medizin erst nur langsam wieder einzusetzen weiß. Honig hemmt das Wachstum zahlreicher Bakterien und Pilze. Diese antibiotischen Eigenschaften sind heute wissenschaftlich nachgewiesen. Direkt auf die Wunde gestrichen und mit einer Gaze zugedeckt wird Honig mittlerweile selbst in Spitälern als Wundheilmittel eingesetzt.
In den vergangenen Jahren untersuchten Wissenschaftler die medizinische Wirksamkeit des Honigs und kamen zu erstaunlichen Ergebnissen. Honig hilft ganz besonders gut bei der Wundheilung und wirkt gegen Entzündungen.

Eigenschaften und Verbrauch des Honigs

Internationale wissenschaftliche Studien belegen eindrucksvoll, dass sich verschiedene Inhaltsstoffe in vollkommener Weise ergänzen. Honig hat eine vielseitige heilsame, ganzheitliche Wirkung. Honig ist wegen seiner Inhaltsstoffe ein ganz besonderes Aufbauprodukt. Honig besteht aus konservierenden Verbindungen, wie z.B. Benzoe- und Ameisensäure, aus Enzymen, wie z.B. Glucoseoxidase, aus Flavonoiden (Pinocembrin und Kaffeesäure) und weiteren Substanzen, z.B. Zink. In den vergangenen Jahren fand man im Honig auch Rückstände von Chloramphenicol, Tetracyclinen und Sulfonamiden. Anhand der im Honig enthaltenen Pollen kann geklärt werden, aus welchem Gebiet der Honig kommt.

Rund 120 Aromastoffe enthält der Honig und sie geben ihm seinen typischen, je nach Pflanzen, variierenden Geschmack. Kristallisiert ein Honig zuhause im Glas aus, kann er im Wasserbad erwärmt werden. Dabei verflüssigt er sich wieder. Der Honig sollte allerdings nicht über 40°C erwärmt werden, da sonst fast alle heilsamen Stoffe verloren gehen. Honig, betrachtet man ihn physikalisch-chemisch, ist nichts anders als eine übersättigte Zuckerlösung: rund 80 Prozent Zucker, darunter Frucht- und Traubenzucker, und etwa 20 Prozent Wasser. Er ist nämlich nicht nur Kalorienspender, sondern er besitzt eine Menge von Enzymen, Vitaminen, Mineralstoffen, Säuren, Eiweißsubstanzen, Botenstoffen, Gerbstoffen und eine ganze Zahl von antibakteriellen Wirksubstanzen.

Die Eigenschaft des Honigs ergibt sich aus dessen Zusammensetzung. Beinahe bis zu 200 verschiedene Inhaltsstoffe sind im Honig zu finden, welche je nach Sorte mengenmäßig variieren können. Anteilsmäßig sind allerdings Fruchtzucker 27 - 44%, Traubenzucker 22 - 41% und Wasser ca. 18% am meisten vertreten. In geringeren Mengen, jedoch nicht unerheblich, sind Pollen, Mineralstoffe (Calcium, Magnesium, Kalium, Natrium, Phosphor, Schwefel), Spurenelemente (Kupfer, Eisen, Flour, Mangan und Zink) Proteine, Enzyme, Aminosäuren, Vitamine (C, B6, B2), Farb- und Aromastoffe zu finden. Honig ist daher auch die gesündere Alternative zum Zucker und sollte als Süßungsmittel stets bevorzugt werden. Doch wie auch der Zucker liefert Honig, auf Grund seines hohen Zuckergehaltes auch jede Menge Energie. Je nach Sorte beträgt der Energiegehalt ca. 285kcal/ 100g bzw. 1194 KJ/ 100g. So kann man flüssigen Honig kaufen oder auch festen.

Ein weiterer Nutzen des Honigs, liegt in seiner antibakteriellen, entzündungshemmenden bzw. antiseptischen Wirkung. Bei Wundbehandlungen sollte man allerdings vorsichtig sein, denn auch Honig kann noch Verunreinigungen enthalten, so dass der Honig aus dem Glas nicht zur Wundbehandlung geeignet ist. Hierfür wird der Honig in der Medizin stets erst mit einer Gammastrahlenbehandlung desinfiziert. Ansonsten steigert der Honig die geistige, als auch körperliche Leistungsfähigkeit, lindert gezielt Erkältungsbeschwerden, wirkt positiv bei Magen- Darmbeschwerden und auch Lebererkrankungen und födert den Heilungsprozess der Haut.

Was aber die meisten nicht wissen: Hitze zerstört die antibakteriellen Stoffe vieler Honigsorten. Auch Licht vermindert die antibiotischen Eigenschaften des Produkts, ebenso eine lange Lagerung. Außerdem sollte man stets vorsichtig bei der Gabe von Honig bei Säuglingen sein. Kinder unter einem Jahr reagieren noch sehr empfindlich auf bakterielle Verunreinigungen von Lebensmitteln, weil zum Einem ihre Darmflora und damit zum Anderen ihr Immunsystem noch nicht fertig ausgereift sind. Es wurden bereits Spuren des Bakterium Chlostridium botulinum im Honig nachgewiesen, welcher enorme gesundheitsschädigende Auswirkungen haben kann. Für Kinder über einem Jahr besteht allerdings keine Gefahr mehr, wenn die Darmflora ordentlich ausgebildet und das Immunsystem gut trainiert ist.

Waldhonig

Es gibt verschiedene Waldhonige, nicht jeder Waldhonig ist gleich Waldhonig. Die Sortenvielfalt erstreckt sich über den typischen Waldhonig, Tannenhonig, Weißtannenhonig. Generell ist Waldhonig dunkel, besonders mineralstoffreich und sehr würzig. Zur Produktion von Waldhonig sammeln die Bienen nicht Nektar aus Blüten, sondern Honigtau. Honigtau geht ausschließlich auf tierische Vermittler zurück. Als Honigtauerzeuger kommen hauptsächlich Schildläuse, Blattläuse (Aphiden) mit ihren Untergruppen und seltener Zikaden (Auchenorrhynchen)und Blattflöhe (Psyllinen) in Frage. Zur Produktion von Waldhonig entziehen sie dem Pflanzensaft einen Teil der Nährstoffe und veränderen ihn. Honigtau ist nicht nur ein Filtrat, sondern ein Verarbeitungserzeugnis der Pflanzensauger, so wie der Honig (Waldhonig) ein solches der Bienen ist. Bei dieser Umwandlung verhalten sich nicht alle Sauger gleich - daher kann der Honigtau von der gleichen Pflanze in seiner Zusammensetzung unterschiedlich sein.
Waldhonig Zusammensetzung: 16 % H²O, 38 % Fruchtzucker, 27 % Traubenzucker (Glucose), 3 % Rohrzucker, 9 % Dextrine, 7 % Säuren und Mineralien. Zum beispiel der Weißtannenhonig ist eine besonders seltener Sortenhonig, der leicht herb, und fein im Geschmack ist. Selbstverständlich ist er dunkel wie alle Waldhonige. Der dunkelste aus dieser Reihe ist der Tannenhonig, der schon fast schwarz-dunkel ist. Tannenhonig hat besondere heilsame Wirkungen, der auf Grund ätherischer Öle, die im Honig enthalten sind, besonders bei Bronchialerkrankungen helfen sollen.

Die verschiedenen Honigsorten

Die verschiedenen Geschmacksrichtungen, Farben oder auch der Geruch ergeben sich so aus den unterschiedlichen Sorten. Beinahe 200 verschiedene Honigsorten sind m Handel zu finden, welche grob unterschieden werden in: Blütenhonige, wie der Rapshonig, Akazienhonig, Löwenzahnhonig, Heidehonig, Kleehonig oder Edelkastanienhonig sowie Honig aus Honigtau, bei denen die Bienen zuckerhaltige Ausscheidungen von Pflanzenläusen sammeln. Beispiele hierfür sind der Waldhonig, Blatthonig oder der Tannenhonig. Ist ein Honig allerdings mit einer botanischen Herkunftsangabe versehen, muss auch mindestens 50% der Quelle enthalten sein.
Phytopharmika, also Arzneimittel, die aus Pflanzen gewonnen werden, entfalten aufgrund spezifischer Inhaltsstoffe ihre heilsame oder zumindest lindernde Wirkung bei den unterschiedlichsten Beschwerden. Kamille hemmt Entzündungen, Fenchel hilft bei Blähungen, Baldrian beruhigt, Thymian ist gut gegen Husten und so weiter. Sehr beliebt und immer wieder gern aus Urlaubsländern mitgebracht, sind verschiedene Honigsorten mit einer bestimmten Note. Sie wird von Pflanzenarten geprägt, welche gerade nur für ein bestimmtes Gebiet typisch sind. Hierzu zählt z.B. der Thymianhonig aus Kreta, der Lavendelhonig aus Frankreich, der Orangenblütenhonig aus Spanien oder der Eukalyptushonig aus Italien. Beliebt sind sie nicht nur als köstliche Abwechslung und Mitbringsel sondern auch, weil sie auf Grund der botanischen Herkunft wiederum einen zusätzlichen gesundheitlichen Nutzen versprechen.

Honig in der Heilung und Kosmetik

Honig als Heilmittel ohne Nebenwirkungen ist immer griffbereit zu haben. Bereits die Römer kannten die heilsamen Kräfte des Honigs. Rund 60 Arten von Bakterien, darunter so gefährliche wie Staphylococcus aureus, können mit Honig besiegt werden. Bakterien, die gegen Antibiotika resistent sind, werden durch Wundauflagen aus Honig abgetötet - in zahlreichen Kliniken behandelt man z.B. Patienten, die sich wund gelegen haben mit Honigverbänden. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die antimikrobielle Wirkung des Honigs Enzymen zu verdanken ist, die die Bienen produzieren. Diese positive Wirkung hat Honig allerdings nur, wenn er nicht wärmebehandelt worden ist. Der hohe Zuckeranteil im Honig führt dazu, dass den Bakterien lebenswichtiges Wasser entzogen wird. Ein wichtiger Inhaltsstoff ist auch Wasserstoffperoxid, das Mikroorganismen zu Leibe rückt. Wasserstoffperoxid entsteht durch ein Enzym, wenn Honig verdünnt wird und bleibt rund 24 Stunden lang in hoher Konzentration erhalten. Honig gehört zwar nicht zu den Kräutern, aber die Bienen besuchen allerdings die Blüten auch von Kräutern. Deshalb sollten die vielen guten Eigenschaften von Honig genannt werden, besonders auch in der Kosmetik. Besonders wirksam ist der Honig, der direkt vom Imker kommt und nicht irgendwelchen Behandlungen unterzogen wurde. Besser bekannt als die Wundsalbe ist allerdings das Hausmittel gegen Halsweh: Honig im heissen Tee. Und was das Halsweh betrifft: Den Kräutertee aufgiessen, abkühlen lassen und den Honig erst einrühren, wenn der Tee trinkwarm ist. Bis 40 Grad bleibt die antibakterielle Wirkung erhalten.

Milch mit Honig, besser noch Tee mit Honig, ist ein altes und bewährtes Hausmittel bei Halsschmerzen. Etwa 180 Begleitstoffe enthält der Bienennektar nach Angaben der Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA). Zu den wichtigsten gehören so genannte Inhibine, das sind Hemmstoffe wie Flavonoide. Als wichtigste Spurenstoffe gelten die beiden Flavonoide Pinocembrin, ein hitzestabiles Antibiotikum, und Kaffeesäure - es hemmt Entzündungen. Deshalb wirkt heiße Milch mit Honig meist erleichternd, wenn der Hals schmerzt. Andere Flavonoide im Honig helfen gegen Viren und werden heute auch als Mittel gegen Krebs erprobt.
Unterschiedliche Untersuchungen, die sich mit der heilsamen Wirkung von Honig beschäftigen, belegen, daß die Heilung auch und gerade eitrig-verschmierter und nekrotischer Wunden beschleunigt wird und das kosmetische Ergebnis im Vergleich zu den „klassischen Therapien" der Medizin deutlich besser ausfällt. So ist es nicht verwunderlich, daß sich die Therapie mit Honig, die sich seit Jahrzehnten großer Beliebtheit erfreut, immer mehr Anwender findet, auch wenn sie insofern nicht ungefährlich ist, als viele Patienten heute Probleme mit Allergien haben.

Gegen Pickel
Warme H-Milch und Honig 1 : 1 mischen und etwas Zitronensäure dazu geben. Zuerst Gesichtsreinigung durchführen und dann die angemischte Lotion mit einem Wattepad dünn auftragen und einwirken lassen. Zuviel angemischte Lotion hält sich bis zu einer Woche im Kühlschrank.

Dagegen hilft ein Peeling
Dazu 1 Esslöffel Kaffeepulver (nicht zu fein), 1 Esslöffel Honig und 2 Esslöffel Olivenöl anrühren. Schuppige Hautstellen mit dieser Masse gut massieren und ruhig auch etwas noch nachträglich einwirken lassen. Anschließend nur noch abwaschen. Die Masse kann im Kühlschrank bequem eine Woche aufgehoben werden.

Gegen spröde Lippen
Honig auf die Lippen dünn auftragen und 15 Minuten einwirken lassen. Danach können Sie den Honig einfach ablegen.

Eine Erfrischungsmaske kann helfen
Dazu einen Esslöffel Quark, 1 Teelöffel Honig und 1 Eigelb mischen und einige Spritzer Öl (Raps- oder Olivenöl) und Zitronensaft verrühren. Masse als Gesichtsmaske auftragen und 10 bis 15 Minuten einwirken lassen. Anschließend erst mit warmen und dann mit kaltem Wasser abspülen.

Honig als Hustenmittel
Rettich sehr fein reiben und mit Honig vermischt ziehen lassen und dann löffelweise essen.

Krämpfe
Zu jeder Mahlzeit 2 Teelöffel Honig beseitigt störendes Zucken der Augenlider, Mundwinkel oder Muskelkrämpfe, vor allem in Beinen und Füssen, speziell in der Nacht, event. schon in 1er Woche. Um Rückfälle bei Muskelkrämpfen zu verhindern, sollte man die Honigkur länger fortsetzen.

Gegen raue Ellbogen
Sobald man wieder öfter Blusen, T-Shirts usw. mit langen Arm trägt, bemerkt man oft sehr schnell , dass die Ellbogen rau werden. Das muss nicht sein. Eine halbe Banane pürieren und einen Teelöffel Honig untermischen und diese Lotion auf den Ellbogen auftragen und 10 bis 15 Minuten einwirken lassen. Mit Zellstoff anschließend Ellbogen säubern und eine fetthaltige Creme auftragen. Reste können 2 - 3 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Echter Deutscher Honig

Echter Deutscher Honig wird fortlaufend geprüft, da er hohe Qualitätsmerkmale erfüllen muss. So wird er ständig auf seinen Wassergehalt, die Enzymaktivität geprüft, aber auch auf den Gehalt von HMF (Hydroxymethylfurfal), welcher als Messkriterium für Behandlungsfehler steht. Ebenso werden regelmäßig mikroskopische Untersuchungen durchgeführt, um den Honig auf eventuelle Fremdkörper hin zu untersuchen (www.cma.de).
Zum beispiel seit 1997 warnen die Schweizer Bienenforscher - doch noch letztes Jahr fanden die kantonalen Laboratorien beider Basel in rund einem Drittel der Schweizer Honige PDCB-Mengen, die den Toleranzwert zum Teil massiv überschritten. «Die Beanstandungsquote von über 30 Prozent zeigt», so das Kantonslabor Basel-Stadt.
Interessant dass die Verbraucherzentralen und ernährungswissenschaftlichen Einrichtungen empfehlen, keinen billigen Supermarkthonig zu kaufen. Meist verbirgt sich dahinter billige Importware, die oft stark erhitzt wurde, um das Kristallisieren des Zuckers zu verhindern. Außerdem enthalten sie nicht selten zu viel Wasser. Honig direkt vom Imker oder aus Reformhäusern hat eine Banderole mit dem DIB-Siegel des Deutschen Imkerbundes, der sehr strenge Kontrollen gewährleistet. Nur dieser Honig darf sich Echter Deutscher Honig nennen!

Gastautor: "Maxarr"


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